Neue Einsichten in die menschliche Existenz
Internationaler Forschungspreis der Köhler-Stiftung für exzellente Leistungen
in den interdisziplinären Wissenschaften vom Menschen
Die Köhler-Stiftung fördert seit 1987 herausragende Forschungsprojekte und Publikationsvorhaben. Im Zentrum stehen wissenschaftliche Untersuchungen, die das geschichtliche und kulturelle Selbstverständnis des Menschen erweitern und zukunftsträchtige Perspektiven des Zusammenlebens in den komplexen Wirklichkeiten einer globalisierten Welt eröffnen.
Der im Jahr 2010 erstmals ausgeschriebene Hans-Kilian-Preis setzt diese Tradition fort. Er würdigt exzellente Leistungen von Personen, die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermittelt haben.
Der Preis ist dem interdisziplinären Denken von Professor Dr. Hans Kilian verpflichtet. In seinem Konzept von metakultureller Humanisation werden historische, anthropologische, soziologische, psychologische und psychoanalytische Perspektiven auf drängende Probleme einer sich rapide wandelnden Gegenwart zusammengeführt. Die Ausschreibung richtet sich besonders an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Grenzen zwischen Disziplinen und Kulturen kreativ überschreiten und produktive Synthesen zwischen bislang isolierten Wissensgebieten schaffen.
Erwünschte inter- und transdisziplinäre Perspektiven verknüpfen z.B. fachwissenschaftliche Theorien, Methoden und Befunde aus der Psychologie und Psychoanalyse, der Psychiatrie und anderen Bereichen der Medizin, der Soziologie, Geschichtswissenschaft, Sozial- und Kulturanthropologie sowie weiteren Sozial- und Kulturwissenschaften miteinander. Der Beachtung historischer und (inter-/trans-) kultureller Dimensionen wird besondere Bedeutung beigemessen.
Der Hans-Kilian-Preis ist mit 80.000 Euro dotiert.
Der international ausgeschriebene Preis wird erstmalig im Jahr 2011 vergeben, sodann im Turnus von zwei Jahren. Die Stiftung fordert Universitäten, namhafte kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen bzw. in diesen Institutionen tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie renommierte Persönlichkeiten auf, geeignete Kandidaten zu benennen. Eigenbewerbungen sind möglich.
